The Hallow – Filmkritik | Fantasy Film Fest 2015

The Hallow| © MFA+ FilmDistribution e.K.

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Originaltitel: The Hallow
Land: Großbritannien
Jahr: 2015
Regie: Corin Hardy
Darsteller: Joseph Mawle, Bojana Novakovic, Michael McElhatton, Steven Cromwell
Laufzeit: ca. 97 Min.

Link zum OFDb-Eintrag

 


Inhalt:
Im Rahmen eines Forschungsauftrags verschlägt es den Umweltexperten Adam mitsamt seiner Frau Clare und Baby Finn aus dem modernen London ins tiefste irische Hinterland. Schnell ist dort das mitten im Wald gelegene Häuschen bezogen und während Adam mit seiner Arbeit beginnt, richtet Clare den neuen Familiensitz gemütlich her. Die scheinbare Idylle entpuppt sich jedoch schon bald als trügerisch: Ein finsterer Nachbar warnt vor rachsüchtigen Waldgeistern, aus dem Kinderzimmer dringen unerklärliche Geräusche und in der Nähe einer Ruine entdeckt Adam einen Hirschkadaver, der von einem merkwürdigen Pilz befallen scheint. Als die Familie endlich anfängt, die Warnungen ernst zu nehmen, ist es zur Flucht aber bereits zu spät. In der undurchdringlichen Finsternis des Waldes lauert ein Schrecken, der immer dichter an das Haus heranrückt. Für Adam und Clare beginnt ein verzweifelter Kampf um ihr eigenes Leben und das ihres kleinen Sohnes.


The Hallow| © MFA+ FilmDistribution e.K.

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DarkMovies.de – Kritik:
Da ich dieses Jahr zufällig wärend des Fantasy Film Festes Urlaub hatte, ging es diesmal irgendwie total an mir vorbei und ich war doch etwas überrascht, als ich dann erfahren habe, dass es genau JETZT!!  stattfindet.
Kurzerhand hatte ich mich dann daran gemacht zu ergründen, was in der lezten Woche noch lief und welcher Streifen meiner Freundin, die ebenfalls Urlaub hatte, evtl. auch zusagen könnte.
Da das Budget ebenfalls schon fast ausgeschöpft war ging es diesmal nur in einen einzigen Streifen, „The Hallow„.

Auf den ersten Blick hat man hier ein typisches „Creature-Feature“, welches mit einer simplen Story aufwartet.
Auf den zweiten Blick zeigt sich dann: Man hat es hier mit einem typischen Creature-Feature mit simpler Story zu tun! 😀
Familie zieht in ein verlassenes Gebiet, plötzlich passieren seltsame Dinge und alles wird zu einem großen Alptraum.
Mit einer großen Story kann „The Hallow“ also schon mal nicht aufwarten, dennoch wird fast alles erfüllt, was man sich von solch einem Streifen im Vorraus erwarten kann.
Es gibt Monster, Shock-Effekte, eine tolle Atmosphäre und Ekel-Effekte.

The Hallow| © MFA+ FilmDistribution e.K.

The Hallow| © MFA+ FilmDistribution e.K.

Atmosphäre ist überhaupt das Stichwort.
Der Film lebt quasi davon und kann hier wirklich Punkte sammeln. Ein verlassener Wald, ein altes verfallenes Haus, diverse Ruinen, Sumpf, Nebel, Geräusche und mystische Geschichten von alten Kreaturen. Wenn man sich in der Mitte des Filmes einmal in die Charaktere hineinversetzt, dann bekommt man ein sehr ungutes Gefühl, wenn einem klar wird, dass es eigentlich keinerlei Auswege mehr gibt, da weit und breit nichts ausser Wald, Wiesen und Sumpf ist und man nur noch eins tun kann: Überleben!
Auch ist es bemerkenswert, dass man die Kreaturen welche im Wald hausen, wirklich erst sehr spät zu Gesicht bekommt und sich lange Zeit mit Silhouetten und schnell vorbeihuschenden Schatten, bzw. kurzen Einblicken zufrieden geben muss, dies baut Spannung auf und fördert das eigene „Kopfkino“.
In dieser Hinsicht macht „Corin Hardy“  alles richtig. Nicht umsonst hat man im Vorfeld schon Vergleiche zu „The Descent“ und auch „Evil Dead“ gezogen.

Über die beiden Hauptdarsteller, „Joseph Mawle“ & „Bojana Novakovic“ kann man nur gutes Berichten und auch an der restlichen Besetzung, welche so gut wie keine Screentime hat, gibt es nichts zu mäkeln.

Ein weiterer Pluspunkt für mich ist die Tatsache, dass man einen exzellenten Mix aus kurzen Ruhepausen und rasanter, shockiger Action zu sehen bekommt, langeweile kommt somit nicht auf.
Zugegeben: Die letzte große Hatz über die Felder und Sümpfe wirkte dann doch etwas aufgesetzt und man hatte dann gegen Ende etwas das Gefühl, dass nun langsam die Ideen ausgehen, dennoch finde ich viel positives an solch einer kurzweiligen Herangehensweise.

The Hallow| © MFA+ FilmDistribution e.K.

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Was den Gruselfaktor angeht, kann „The Hollow“ mit vielen Shock-Momentan aufwarten und muss sich vor anderen aktuellen Gruselfilmen absolut nicht verstecken.
Der Film lebt eher von solchen Momentan, als von Blut und Gewalt.
Zwar sieht man einige schöne und ekelige Effekte, vor allem in Bezug auf die Maske und diverse verseuchte Lebenwesen und Objekte, aber dennoch darf man hier absolut keinen Splatterfilm erwarten.
Wenn der Film dann hierzulande auf Blu-Ray erscheinen wird, halte ich eine FSK 16 für äusserst warscheinlich.


FAZIT:
„The Hallow“ ist ein guter und enorm atmosphärischer Streifen, der großteils von eben dieser und seinen Shock-Momenten lebt.
Wenige, gut platzierte Verschnaufpausen und viel Action sorgen dann ab etwa der Hälfte des Filmes für ordentlich Spannung.
„The Hallow“ hält alles, was man sich im Vorraus erwartet.


WERTUNG: 7,5/10 Punkte


The Hallow – Trailer

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